Nebenkirche in Steinkirchen instand gesetzt

Die Kirche von Steinkirchen, die mitten in der Wiese neben der kleinen Laber, zwischen Mallersdorf und Grafentraubach steht, trägt den Titel St. Nikolaus von Myra der in der 1. Hälfte des 4. Jahrhunderts Bischof in Myra war.  Die Überführung seiner Gebeine im Jahre 1087  von  Myra      ( Türkei ) nach Bari ( Italien ), brachte eine Hochblüte des Kultes in ganz Europa. Da die Legende den hl. Nikolaus als einen Helfer in vielfältigen Nöten schilderte, wird er als Helfer in allen Situationen angerufen. Unter seinen vielen Patronaten befindet sich auch das Patronat für die Schiffer, Fährleute, Matrosen, Flößer, Fischer. Steinkirchen liegt am Fluss der kleinen Laber, daher erklärt sich dieses Patronat für die Kirche in Steinkirchen.

Die Ursprünge der Kirche gehen sicher vor das 13. Jahrhundert zurück. In jener Zeit stand eine Vorgängerkirche aus Stein gemauert, an dieser Stelle, woher sich auch der Ortsname „Steinkirchen“ herleitet. Die heutige Kirche ist eine spätromanische Anlage aus der Mitte des 13. Jahrhundert.

Im Rahmen der Außenrenovierung  wurden nachfolgend angeführte Arbeiten durchgeführt.  Nach der Einrüstung der Kirche im Frühjahr 2011 wurde das Dach des Kirchenschiffes aufgedeckt und mit der Zimmermannsmäßigen Überarbeitung des Dachstuhles begonnen.  Weitere Zimmerarbeiten fielen bei der Überarbeitung der Turmspitze und der Turmebenen, der Erneuerung des Dachstuhles des Presbyteriums sowie der statischen Ertüchtigung des Glockenstuhles und der Emporen Konstruktion an. Der Dachboden hat einen neuen Dielen Belag erhalten.  Im Zusammenhang mit den vorgeschriebenen Arbeiten sind diverse Mauer- und Verputzarbeiten angefallen.  Relativ aufwändig gestaltete sich die statische Sicherung des Presbyteriums welche durch die Ablastung des Turmes über der Halbkuppel des Presbyteriums erforderlich war.  Aufgrund des mürben Mauerwerkes war eine mehrmalige Verpressung der Substanz in mehreren Arbeitsgängen vor der eigentlichen Sicherung durch Verspannung mit Mauerankern erforderlich  Auch die statische Verspannung des Turmes wurde im Anschluss durchgeführt.  Nach der Eindeckung des Kirchenschiffes mit Kirchenbibern, der Eindeckung der Turmspitze und des Presbyteriums mit Holzschindeln, der Montage eines neuen Turmkreuzes, der Abdeckung der Turmgesimse mit Kupferblech und diverser weiterer Spengler Arbeiten, der Ausbesserung des Fassadenputzes, dem Einbau von Schallläden, der Überarbeitung der Glockenanlage und der Erneuerung der Blitzschutzanlage hat die Fassade einen neuen Anstrich erhalten. Am Kirchenschiff wurden Bänderungen nach historischen Dokumenten wieder angebracht.  Im Kircheninnenraum wurden diverse Elektroarbeiten durchgeführt und die durch die Maßnahme entstandenen Fehlstellen von Baumeister und Maler wieder ausgebessert.   Da vor einigen Jahren aus dieser Kirche eine wertvolle Marienstatue „Madonna im Rosenkranz“ gestohlen wurde, erneuerte man nun die Alarmanlage, die solche Freveltaten verhindern sollen.   Der Dachboden und der Turm wurden mit einer Beleuchtung versehen, die Treppengeländer  wurden nachgearbeitet ebenso wie die Erschließung der Turmebenen und des Überganges vom Dachboden zum Turm.  Nach dem Abbau des Gerüstes wurde der Sockel der Kirche umlaufend freigelegt, die Fundamente in diesem Bereich überarbeitet und verputzt, eine neue Blitzschutzerdleitung verlegt, die Entwässerung überarbeitet und die Gräben dann wieder verfüllt. 

Nach dieser gelungenen Renovierung  die nun rechtzeitig zum Patronatsfest  „St. Nikolaus“ abgeschlossen werden konnte, erklingen nun wieder die beiden Glocken vom Turm der Kirche und laden wöchentlich samstags um 7.30 Uhr ( zwischen Josefi und Nikolaus ) zur Messfeier ein, zu den sonntäglichen Nachmittagsandachten in den Sommermonaten, zu den Maiandachten und Oktoberrosenkranz ein.  Renoviert wurden auch die drei Barocken Messkleider, welche auf dem Dachboden des Gotteshauses gefunden wurden,  in den Farben Weiß rot und blau ( Marienkasel ).

Mit der Rasenansaat an den freigelegten Bereichen im Frühjahr 2012 wird die Maßnahme dann endgültig fertig sein.